WP_20170819_19_13_14_Pro_LI©Bettina Peter

Ich:  Hallo Jesus. Ähm… ich will gerne nochmal mit dir über diese eine Sache sprechen. Diese Entscheidung, die ansteht.

Jesus: Ok!

Ich: Also, mir ist ja wichtig, was du dazu denkst. Ich glaube ja, dass du ganz genau weißt, was der bessere Weg für mich ist. Also: welcher Weg ist das?

Jesus: Hmmm… wenn ich mich recht erinnere, hast du das schon einige Male gefragt. Das erste mal vor so ca. vier Monaten. Und da habe ich dir meine Antwort gegeben. Danach hast du ungefähr 67 mal nachgefragt.

Ich: Ja, stimmt. Aber seitdem ist so viel passiert, weshalb ich denke, dass deine Antwort inzwischen möglicherweise auch anders ausfallen könnte.

Jesus: Nö. Ich hab meine Meinung nicht geändert.

Pause

Ich: Aber… Jesus?

Jesus: Ja?

Ich: Ich brauche da echt Sicherheit. Nicht dass ich mich verhört habe und das erst merke, wenn es zu spät ist. Du weißt ja wie schwer ich mich mit Entscheidungen tue.

Jesus (seufzt): Ja – ich weiß. … Deshalb habe ich dir immer wieder kleine und große Bestätigungen für den Weg gegeben, den ich dir gezeigt habe. Hast du das gemerkt?

Ich: Ja! Und danach ging es mir immer voll gut und ich hatte Frieden darüber.

Jesus (lächelt): Ja!

Jesus: Gibt es etwas, was dir an dem Weg nicht gefällt, den ich dir gezeigt habe?

Ich: Nein. Er gefällt mir eigentlich richtig gut.Ich will mich nur nicht falsch entscheiden.

Jesus: ok.

Pause …

Ich: Jesus – dieser andere Weg… Wenn ich den gehen würde, wärest du dann auch an meiner Seite?

Jesus: Ich habe versprochen, immer an deiner Seite zu sein.

Ich: Aber du wärst sauer, oder? Oder wie manche sagen würden: traurig?

Jesus (grinst gequält): Das trifft es beides nicht richtig. Sagen wir mal so: wenn du mich fragst, welchen Weg ich für dich habe – und ich sage es dir. Und dann gehst du den anderen… das ist schon seltsam für mich. Aber ich käme damit klar. Und ich würde mit dir den anderen Weg gehen. Und ja: dich genauso sehr lieben und segnen. Das ist es doch, worauf du hinaus willst?

Ich: Äh – ja, so ungefähr.

Jesus: Aber es wäre nicht der Weg, den ich ursprünglich originalgetreu nur für dich geplant habe. Und der meiner Meinung nach wie angegossen passt. Weil ich ihn gegossen habe.

Ich: Ja – habe ich mir schon gedacht.

Jesus: Und? Was wirst du tun?

Ich: Gute Frage…

Jesus und ich (kichern beide)

Ich: Jesus – ich muss das klar haben. Dieser andere Weg… der hat Aspekte, die sind echt ziemlich unglaublich gut.

Jesus: hmmm

Ich: Das würde ich dann verpassen…

Jesus: ok?

Ich: Naja, das finde ich schon doof! Ich meine, vielleicht entgeht mir da voll was!

Jesus: Was meinst du denn?

Ich (rumdrucksend): Naja – bei dieser anderen Alternative… da klingt ganz viel Bedeutung mit, ganz viele Chancen. Karriere, bekannt sein, mehr Geld…  (merke, wie blöd das klingt und ziehe das Ganze ins Lächerliche) berühmt werden, gesehen werden, Hollywood, Reichtum und Schönheits-OPs. – Scheiße  – das hört sich grauenhaft oberflächlich an.

Jesus (grinst mich nur schief an)

Ich: Jaja! Habs ja schon gemerkt. (bisschen beleidigt) Ich meine ja nur: Es klingt leichter.

Jesus: Und du gehst ja immer gerne den leichten Weg.

Ich (erstmal konsterniert): … !

Jesus (lacht lauthals): Scherz!

Ich: Ich wollte schon sagen!

Jesus: Na – dann mal Gegencheck: Da sind ne ganze Menge Weggabelungen bei dir gewesen, da hast du dich gegen die leichten Wege entschieden.

Ich: Jep!

Jesus: Und? Würdest du, wenn du könntest, die Uhr zurückdrehen und es anders machen?

Ich: Nee – auf keinen Fall! Es war total gut so. Es war dein Weg. Ich habe das gehört und mich so entschieden und wenn ich ehrlich bin wollte ich es auch genauso. Wenn ich da anders entschieden hätte, wäre ich anders und würde woanders stehen.

Jesus: Und wie es jetzt ist, das passt für dich?

Ich: Bis auf so ein paar kleine Unwichtigkeiten (die wahrscheinlich bei den alternativen Wegen auch so wären): 100 %!

Jesus: Und? Irgendwo zu kurz gekommen?

Ich: Nein! Bis auf so ein paar kleine, unwichtige Details (die wahrscheinlich … usw.): überhaupt nicht!

Jesus (zufrieden): Na – dann ist ja gut! (grinst mich voll an)

Ich: Ok…

Jesus (schweigt) (grinst weiter – legt die Beine hoch, verschränkt die Hände hinterm Kopf und schaut zufrieden in (seinen) Himmel.

Ich: Hmmm… verstehe…langsam… passt… irgendwie alles…ja doch … hunderprozentig…  und ist irgendwie voll gut… wahrscheinlich..bestimmt!

Ich: Jesus?

Jesus (öffnet sein mir zugewandtes Auge und schaut mich an)

Ich: Wenn ich nochmal nachfragen muss… gehe ich dir dann voll auf die Nerven?

Jesus (lacht): Kannst mich ruhig fragen. Ich kenne dich ja. Gehört ja zu dir.

 

Und natürlich ist hier nichts darüber zu lesen, wer sich heute bei der Kellnerin sein Essen hat zurückgehen lassen, weil die bestellte „mousse de foie forestière“, an die man sich zwischenzeitlich schon so sehr gewöhnt hat, fehlte…

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2 Gedanken zu “Alternativen loslassen – weitergehen

  1. Hallo Bettina,

    vielen Dank für deine ermutigende Texte. Es gibt Tage, da bin ich einfach dankbar, dass Gott mich benutzt … und es gibt Tage, da fühle ich mich einfach überfordert, „Synapsenchaos“ trifft es ganz gut. Gerade dieser Text hat mich ermutigt, das alles immer wieder neu ins Gespräch mit Jesus zu bringen – er weiß, was in mir drin abgeht, und er will mir Gutes tun. Eigentlich muss ich nur noch – JA sagen.

    1. Hi Benjamin, danke für dein feedback. Das freut mich sehr. Und ja, das Gespräch mit Jesus ist in allen Situationen eigentlich irgendwie immer das Beste 🙂 Freue mich, auch auf deinem blog lesen zu können!

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