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Heute ist es soweit – ich erreiche endlich das Alter, dass ich seit zwei Jahren mit Überzeugung als das meine verkünde. Das muss dann wohl ein besonders gutes Jahr für mich werden, wenn ich so lange schon freudsche Fehlauskünfte erteilt habe – ich muss wohl darauf hingefiebert haben, ohne zu wissen, warum.

Da das letzte Jahr ein (milde untertrieben) nicht so gutes war, höre ich nun von allen Seiten, dass dies mein Jahr werden wird. Gutes kommen wird. Gott in diesem Jahr Vieles freisetzen wird. Dieses Jahr ein Knallerjahr werden wird. – Ich freue mich über diese Zusagen, weil ich weiß, dass die Menschen, die mir Solches sagen und schreiben, mit mir gefühlt haben, und es mir von Herzen wünschen, dass nun die große Kompensation, Wiedergutmachung und das Beste überhaupt kommt. Und vielleicht alles Gewesene einen Sinn ergibt. Es gibt auch viele Freunde, denen ich genau das wünsche, weil sie auch eine schwere Zeit hinter sich haben.

Ach – das wünsche ich mir selber natürlich auch! Natürlich regen sich Zweifel und kritische Gedanken dazu. Jede Menge.

Der Geburtstag fing auf jeden Fall sehr gut an. Mein jüngster Sohn, 8 Lebenjahre – aber gefühlte mindestens 82 emotional-sozial-empathiemäßig gesehen, sorgte dafür, dass ich mich schon um 6.20 morgens und noch müde, sehr geburtstagsmäßig fühlen durfte. Nichts entgeht seinem Blick – ich war ganz in seinem Fokus – und wurde bestens umsorgt – bis dann die allmorgendliche Hektik ausbrach, damit jedes Petersche Kind noch kurz vor knapp rechtzeitig die leidige Schulpflicht erfüllt. Dann ein wunderbarer Hundegang zu zweit (was aus Effizienzgründen eher selten vorkommt) durch den Flensburger Volkspark, welcher gerade realisiert, dass es Frühling ist und die Bäume langsam aber sicher ausschlagen dürfen. Und dann ein Frühstück in der Stadt mit dem Ehegatten und dem Kollegen, der ein und dieselbe Person ist. Leichter Sonnebrand inklusive – ich liebe das! Heute Abend erwarte ich 25 Freundinnen zum Feiern (und das auch draußen – das Wetter ist ja echt fast so wie früher, als es noch….)  und „Grüne Tomaten“ schauen – hach – ich bin in Nostalgiestimmung.

Und viele, viele liebe Gratulationen: emails, sms,  FB-Einträge und Briefe. Anrufe nur wenige; wer mich kennt, weiß, das ich Telefonate nicht so wahnsinnig schätze. Nachdem mir die Sonne nun lange genug auf den Kopf knallte, sitze ich im kühlen Schlafzimmer und lese alle guten Wünsche. Eben auch jene darunter, die mir für das kommende Jahr sehr, sehr wunderbare Geschehnisse verheißen.

An meinem Geburtstag vor zwei Jahren, saß ich auf einer Bank in der Sonne – hinter mir ein toller Spielplatz, vor mir der Segelhafen. Ich betete für eine Person, die ich betreute, und deren Leben ständig in Gefahr war. Ich fragte, ob wir als Familie diese Person aufnehmen sollten, damit sie nicht furchtbare Dinge erleiden, und womöglich sterben müsste. Da ich nicht so der Lebensgemeinschaftstyp bin, und dieser Schritt auch Gefahr für mich und meine Famlie bedeutete, war ich sehr hin- und hergerissen, was zu tun sei. Jesus zeigte mir ein Bild, eine Vision davon, was er auf dem Herzen hat für die Zukunft. Etwas, was weit über diese Person hinausgeht. Und er ermutigte mich, im Kleinen treu zu sein, im Jetzt, und den Schritt zu wagen. So hat diese junge Frau 5 Monate bei uns gelebt. Anstrengende, aber auch faszinierende Monate. Monate voller Schlafmangel, weil nachts flashbacks und Ängste zu vertreiben waren – und wir viel kämpfen mussten. Monate voller Ungewissheit, was werden würde. Voller Anspannung, auch, was die eigene Sicherheit anging. Monate voll des Lernens  – über Trauma und kriminelle Organisationen. Über das, was es gibt, was aber verborgen ist. Über Gebet und Gebetskampf – wir beten seitdem komplett anders. Monate voll von Rückschlägen, aber auch voller Wunder, die uns keiner glauben würde, wenn wir sie erzählten. Inzwischen ist die junge Frau zu einer lieben Freundin geworden. Ist in (relativer) Sicherheit, liebt Jesus und wohnt auch nicht mehr bei uns. Wir telefonieren (jaha! Wunder passieren  🙂 ) , schreiben uns täglich, und können uns ab und zu treffen. Am Telefon beten und kämpfen wir oft weiter – und nicht nur ich für sie – auch sie für mich.

Nach ihrer Zeit hier, kam das „Jahr des Schreckens“. Darüber denke ich / denken wir auch viel nach. Und es kamen Menschen, die dieses Bild und die Vision, die ich damals auf der Bank in Dänemark hatte, auch hatten. Sie wussten nichts von meinem Bild. Eine Frau hatte einen Traum dazu. Eine Frau bewegt diese Vision seit 2011. Andere kommen dazu mit anderen Puzzle-Teilen – und keiner wusste voneinander. Es läuft aber seit einiger Zeit alles zusammen – und wir fangen an, zu träumen. Und es zu wagen, diese Vision für möglich zu halten. In der letzten Woche wurde es ziemlich konkret – und trotz zweifelnden Herzen, fangen wir immer mehr an, daran zu glauben.

Ein Jahr, in dem viel passieren wird. Weichen gestellt werden. Die Vision greifbar wird? Wird es so sein? Oder wird es länger dauern (ich als Theologin denke in Zeitdimensionen biblischer Prophetien… tja nun, hmmm ). Ist die 46 (und nicht die 42) wirklich diese Zahl in meinem Leben?

Ich bin gespannt. Ich glaube. Ich zweifele. Ich höre den inneren Kritiker und kritisiere ihn. Ich wage zu glauben, zu sehen. Zu lieben. Mich herausfordern zu lassen (die Vision ist nicht nur angenehm…).

Wir werden sehen – aber jetzt, jetzt gehe ich erst mal feiern!

 

10 Gedanken zu “Things to come – Geburtstagsgedanken

  1. Liebe Bettina, dann will ich dir auch noch ganz herzlich gratulieren und wünsche dir Gottes reichen Segen für dein neues Lebensjahr! Das klingt ja alles sehr spannend, was bei dir im Werden ist… Gebe er deinen Schritten weiten Raum (Ps 18,37)! Witzig, dass du auch eine schlechte Telefoniererin bist… aber ich freu mich, dass wir uns hier schreibender Weise kennengelernt haben. Liebe Grüße, Jojo

    1. Liebe Jojo, habe herzlichen Dank für deine lieben Wünsche. Jaaa – weiter Raum passt auch sehr gut. Wirklich! Ha – und endlich noch eine Frau, die Telefonieren nicht liebt. Ich freue mich auch – nicht nur deswegen. 🙂 Liebe Grüße, Bettina

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