WP_20180708_17_17_47_Pro_LI©B. Peter

Zu Anfang noch ein Sprachverwirrungsbeispiel aus evangelikalen Kreisen der späten 80er Jahre. Die englische Sprache hält Einzug. Die Jugend singt nicht mehr so gerne Choräle von Paul Gerhardt und (dem von mir sehr verehrten) Jochen Klepper. Auch diese teilweise recht seltsamen, frommen Liedermacher-Songs aus der 70er Ära geraten ein bisschen aus der Mode. Dafür kommen die von der älteren Generation mißtrauisch beäugten sogenannten englischen Chorusse (heute Anbetungs- oder Lobpreislieder genannt) aus den USA und England in den Jugendgruppen, und auch ab und zu ausnahmesweise in den Gottesdiensten auf. Natürlich wird die (teilweise grausame) ins Deutsche übersetzte Variante gesungen. Doch wenn „die Jugend“ unter sich ist, ist englisch erlaubt. Und es dürfen auch englische Künstler mit akustischer Gitarre (!) eingeladen werden. In der Gemeinde meines damalig zukünftigen Mannes wird das anstehende Konzert im Gottesdienst schon einmal angekündigt. Am Mikrophon steht ein älterer Herr mit weißem Haupt. Er ist der englischen Sprache nur bedingt mächtig:

„Am kommenden Donnerstag findet in unserer Gemeinde ein Konzert für die Jugend statt.

Es singen Non und Dusie Snubie  …

Äh – nein: es singen Son und Nusie Dschuby…

(nun mit Nachdruck:) Moment: Don und Schuschie… äh…“

Der Rest ging in Gelächter unter. Das Konzert hat stattgefunden. Und zwar mit Don und Susie Newby. Ich habe gerade gegoogelt: es gibt sie immer noch, trotz der Unaussprechlichkeit ihrer Namen in den 80ern.

Und dann: Wer hat sie nicht gehört, die Predigtzitate von „Bruder Spörtchen“ aus England. Der berühmte „Schals Hätten Spörtchen“ hatte damals schon so eine Art Kultstatus.

Bevor ich im nächsten und letzten Sprachverwirrungsbeitrag mich selbst bloßstellen werde, hier noch kurz die Enthüllung des Klosterfrauen-Rätsels. Hier wurde es aufgeworfen:

https://rausausderaffenfalle.wordpress.com/2018/07/03/die-grosse-sprachverwirrung-1-praegende-maenner-meines-lebens-und-der-schmale-grad-zwischen-eloquenz-und-wortfindungsschwierigkeiten/

Auf dem Gesichtsbuch wurde fleißig gerätselt. Und Einige waren nah dran.

Nun – bitte einen Tusch für die Klosterfrau:

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Photos: Bettina Peter

Welches Wort wäre treffender gewesen?

 

 

 

 

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