rust king iron bronze
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Überall

an vielen Orten dieser Erde

fangen Kinder Gottes an

ihr altes Selbstverständnis

als verlorene, verlassene, abgelehnte

Waisenkinder

abzulegen

 

Überall

an vielen Orten dieser Erde

nehmen Frauen und Männer

ihr Erbe und ihre Identität

als Töchter und Söhne

des Allerhöchsten

des Königs der Himmel und der Erde

neu an

 

Überall

erheben sich Königstöchter und Königssöhne

und beginnen

in ihrer Autorität als Kinder Gottes

zu heilen, zu befreien

und die Botschaft der Liebe

und Annahme Gottes

die uns allen gilt

weiterzugeben

 

Überall

an vielen Orten dieser Erde

erleben diese Königskinder

auch Schatten

wenn der Schatten des Zerstörers

von Leben und Liebe

in vielerlei Gestalt

durch Anfechtungen, und auch

durch Unverständnis in den eigenen Reihen

auf sie fällt und ihnen ihre Kronen stiehlt

 

Überall

an vielen Orten dieser Erde

lernen bestohlene Königskinder

die Schatten des Feindes

zu erkennen

Sie bleiben nicht länger im Staub

sie stehen wieder auf

nehmen ihre Kronen aus der Hand desjenigen

der sie ihnen teuer erkauft hat an

und bekennen erneut

ihre Kindschaft

die nie geraubt werden kann

und ihre Würde

die Königskinderwürde

 

Überall

werden die Kinder Gottes

stärker und stärker

und wenn der Feind

das nächste mal

seine Schatten wirft

erheben sie ihren Blick auf Jesus, das Licht

und lachen dem Feind

mit neuer Kraft ins Gesicht

Mit den Schwert des Wortes schlagen sie

ihn in die Flucht

und jubeln über den Sieg

des Lichts

über den Schatten

 

Überall

an vielen Orten dieser Welt

laden die Kinder des Lichts

die Töchter und Söhne Gottes

die Königstöchter und die Königssöhne

ein zu ihrem Fest

Sie reichen den verlassenen Kindern

ihre Hände

Sie trösten und heilen

und wenden den Blick der Verlassenen

auf den Vater

der ihnen entgegenläuft

dessen Arme ausgebreitet sind

und der ruft:

„Kehrt heim, Königskinder,

mein Herz sehnt sich nach euch.“

@ Bettina Peter 16. Januar 2019 / rausausderaffenfalle

16 Gedanken zu “Überall stehen wir auf / Königskinder

  1. Oh man, das ist mir zu kompliziert, um „gefällt mir“ zu drücken.
    „ihr altes Selbstverständnis als (…) Waisenkinder abzulegen“ Bin ich Waisenkind?
    „ihr Erbe (…) des Allerhöchsten“ Was erbe ich denn da?
    „in ihrer Autorität als Kinder Gottes“ Was hat denn „Autorität“ mit „Kinder Gottes“ zu tun?
    „wenn der Schatten des Zerstörers von Leben und Liebe“ Wer ist denn der Zerstörer?
    „laden die Kinder des Lichts die Töchter und Söhne Gottes die Königstöchter und die Königssöhne ein zu ihrem Fest“ Wer lädt da wen ein?
    „mein Herz sehnt sich nach euch“ Dafür würde ich „gefällt mir“ klicken… für diese Erinnerung. Danke 🙂

    1. Liebe Birke, ich versuche mal nach und nach zu erläutern: Waisenkind: das ist unser „altes“ oder leider noch aktuelles Verständnis von uns selbst – gegenüber Gott – wir sind seine Kinder: angenommen, geliebt. Manche von uns (und vielleicht auch viele von uns zeitweise immer wieder) leben aber oft eher in einem Selbstverständnis als Waisenkinder …
      Erbe: alles, was Gott gehört, gehört auch seinen Kindern
      Autorität: ist bei uns oft negativ besetzt – hier aber positiv gemeint: du darfst Autorität haben – dein Leben regieren…
      Der Zertsörer ist für mich Satan. Man kann auch sagen „das Böse“ – das, was Leben, Liebe und das, was heil ist, zerstören möchte und zerstört, das was uns beraubt…
      Die, die schon ihren Stand als Königskiner eingenommen haben, laden die, die es noch nicht haben, dazu ein…
      Ich kann mir vorstellenb, dass das auch sehr schwer zu verstehen ist. Ich entdecke diese Wahrheit seit einiger Zeit – und immer mehr. 🙂 Viele liebe Grüße

  2. Schöner Text 🙂
    Nur… einfach nur erkennen, dass ich ein Königskind bin ist mir persönlich zu wenig. Und es kann ein wenig so wirken, als würde man sich selbst als etwas Besseres sehen.

      1. Dann gäbe es aber keine „Vergessenen Kinder“ 😉 Habe diese Königskinder-Sache noch nie ohne verstecktes sich über andere stellen gehört. Man war immer irgendwie etwas Besseres als die da draußen. Eben als die „Vergessenen Kinder“.
        Trotzdem wie gesagt: Schöner Text.

      2. Ich glaube, es ist ein Paradoxon: die verlassenen Kinder wurden vom Vater nie verlassen. – Ich bin zutiefst überzeugt, dass keine/r besser ist als andere. Dass wir alle es brauchen gefunden und aufgehoben zu werden. Dass der Vater sich nach uns allen gleich sehnt. Dass die verlassenen Kinder ja Königskinder sind. Und es deshalb so wichtig ist, dass wir einander helfen, diese Königskinderwürde anzuziehen. Ich glaube, dass es gerade ein Zeichen eines Königskindes, dass sich seiner eigenen Würde bewusst ist und sie sich zu eigen gemacht hat, dass er/sie sich nicht über andere erhebt. Es tut mir leid, dass du negative Erfahrungen gemacht hast.

      3. Ich hab damit speziell nicht unbedingt schlechte Erfahrungen gemacht, nur gemerkt, dass man da oft etwas sehr unreflektiert ist, und leicht daher sagt, man sei ein Königskind und sich wenig Gedanken macht, was das bedeutet, nach dem Motto „Adel verpflichtet“. Wenn alle Königskinder sind, wäre das natürlich etwas anderes, nur das kenne ich so eher wenig. (Ist aber das, was ich heute so sagen würde, wenn ich den Begriff benutze.) LG

      4. Hmm, ich glaube, dann liest du meinen Text mit einem völlig anderen Auge, als ich ihn geschrieben habe. Bildhafte Worte rufen wahrscheinlich viele verschiedene Bilder in Menschen hervor, je nach Vorprägung. Ich komme aus einer Ecke, wo man sich eher als Knecht oder Magd des Herrn, Dienender und Dienende, Sünder und Sünderin verstanden hat. Das Königkind sein hat da etwas Befreiendes. Es gibt Würde. So wie ich es in dem gedichthaften Text angedeutet habe: weg von dem Geist der Waisenkindschaft – hin dazu, dass man erkennt: ich bin doch tatsächlich Kind Gottes – ein Kind des königs aller Könige. Dann kann ich doch Selbsthass, Minderwertigkeit, Mangeldenken, das Gefühl, mir etwas verdienen zu müssen, usw ablegen. Das ist natürlich ein Prozess… man hat es nicht von heute auf morgen. Ein Prozess des Aufstehens aus dem Alten und sich üben in der neuen Identität zu gehen und zu leben. So wie du es beschreibst, das man keine Gedankenmacht, was es bedeutet, kenne ich es nicht. Kann mir aber denken, in welchen Kreisen das möglicherweise so läuft. – Wir sind alle Königskinder. Und die, die das eben schon eher umsetzen/umgesetzt haben, wollen, dass es den anderen auch möglich wird. Und kämpfen für sie. Vielleicht so, wie wenn wir eine Schwester hätten, der es nicht gut geht. Und wir waren da auch, und möchten nun, dass sie auch Gutes erfährt. Uns wurde ja auch geholfen – und nun können wir das weitergeben, damit die anderen es weitergeben… LG!

      5. Kein Problem 🙂 Ich begleite seit 1994 Frauen, die in ihrer Kindheit sexuell missbraucht wurden. Für sie ist es so wichtig, Würde zu haben. Und die meisten von ihnen lieben es, wenn sie erfahren, was es bedeutet, Königstochter zu sein. Oder Tochter Gottes, was biblischer ist in der Formulierung. Aber da er ja der König der Könige ist, liegt das Königskind-Sein ja nahe. Sie fühl(t)en sich beschmutzt, wertlos, wie Müll, in den Dreck geworfen usw. … und dann kommt das, was Gott ihnen anbietet: Würde, Reinheit, Wert. Ich glaube viele der Bilder, Geschichten und Zeichnungen im frommen (ich mag das Wort nicht, aber es hilft zu zeigen, was gemeint ist) Raum, die so eine Art Königstochter abbilden, helfen vielen Frauen, die sich wie das Gegenteil fühlen. Depressiven, Verletzten, ewig Dienenden, Missbrauchten usw. Vorsichtig muss man nur dort sein, wo unter solchen Begriffen Missbrauch stattfand, wie z.B. bei Loverboy-Opfern (diese werden oft prinzessin genannt, während sie anschaffen müssen…). Ich persönlich bin auch eher nicht so der Typ, der unbedingt Pronzessin sein muss… aber Königstochter bin ich echt gerne. Und lerne, diese Identität anzuziehen und mir zu eigen zu machen. Es hilft mir auch in meinem Kampf gegen Frauen- und Kinderhandel und gegen rituelle Gewalt, denn das ist so ein dreckiges Gebiet, dass ich mich auch oft beschmutzt fühle, wenn ich da unterwegs war. Das Bild, dass ich bei dir zwischen den Zeilen herauslese, verstehe ich so, dass christliche, fromme Menschen (Frauen) sich damit schmücken. Nun – dagegen nix! Ich denke, das tut jeder gut. Aber sich dann besser fühlen als andere – das geht gar nicht und ich glaube, sobald man das tut, handelt man nicht mehr in seiner Identität als Königskind… leider. LG!

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