Gott ist gut! Und er meint es auch so richtig gut mit uns. Viele sind mit ganz anderen Bildern von Gott aufgewachsen. Der Gott, der uns verurteilt. Der Gott, der uns richtet. Der Gott, der streng da oben thront und dich kontrolliert, ob du auch alles richtig machst. usw… Krank… Verdrehte Gottesbilder. Und doch haben wir sie oft in unserem Herzen – auch wenn wir mit unserem Verstand die Dinge überdacht haben. Für manche Menschen ein Grund, am liebsten gar nichts mit Gott zu tun zu haben. Für andere, die an ihn glauben und mit ihm leben möchten, ein Hinderungsgrund, tatsächlich mit ihm in einer Liebesbeziehung zu leben. Denn wenn ich ständig Angst davor haben muss, etwas falsch zu machen, kann ich nicht lieben – und mich vor allem nicht lieben lassen… Wir haben jetzt ein gerade ungefähr ein Vierteljahr in unserer Gemeinde darüber gepredigt, was es heißt, dass Gott gut ist. Welche Lügen über Gott in uns verwurzelt sind, die uns aber glauben machen, dass er es nicht sei. Darüber, dass Gott barmherzig und gnädig ist. Dass er uns Gutes tun und uns heilen möchte. Und dass es eine Lüge ist, dass Krankheit oder widrige Umstände von Gott geschickt werden oder zugelassen werden, um uns zu „erziehen“ oder zu prüfen. Ein weites Feld… Manches haben wir mehrmals erklärt, weil die alten Gedankengebäude noch so tief drin stecken. Vor dieser Reihe haben wir (mit zeitlichem Abstand) mehrmals das „Evangelium mit Stühlen“ gepredigt. Das kommt selten vor, dass wir etwas mehrmals (und dann auch noch innerhalb eines Jahres) predigen. Doch wir hatten uns dazu entschieden, weil wir wollten, dass wir alle das wirklich verstehen. Und auf eine neue Spur des Verstehens kommen. Und ein neues Bild von Gott in uns wachsen darf. Ich habe das Video schon einmal gepostet. Es kamen Nachfragen nach einer Übersetzung, weil es ja auf englisch ist. Juchhuuu! Heute habe ich gelernt, dass man die deutschen Untertitel auf youtube aktivieren kann. Und dass es sogar von unserem Freund David Schäfer von Organische Gemeinde bereitgestellt wurde 🙂 Na sowas!

Somit hier noch einmal das „Evangelium mit Stühlen“ mit deutschen Untertiteln (evtl musst du das bei dir auf youtube einstellen – geht ganz leicht – sogar ich habe es geschafft…):

 

 

 

 

 

13 Gedanken zu “Das Evangelium mit Stühlen – und deutschen Untertiteln

  1. Liebe Bettina,

    da du öfters meinen Blog liest, weißt du ja, dass ich nicht an Gott glaube. Für mich ist Gott eine geistige Konstruktion der Menschen, um Beistand, Hilfe und Hoffnung zu bekommen, wenn sie diese von anderen Menschen nicht mehr erhalten können. Diese Konstruktion ist dann sinnvoll und gut, wenn man davon ausgeht, dass Gott gut ist. So wie du das schreibst und denkst. Das finde ich vernünftig. Dagegen hat der Glaube an einen harten, grausamen und rachsüchtigen Gott den Menschen nur Unheil bringen können und tut das nach wie vor. Also: Wenn man schon an Gott glaubt, dann an einen guten. Dann hat man auch was davon 😉

    1. Lieber Anton,
      ja – das weiß ich 😉
      Ich glaube, dass ich ganz ähnlich denken würde, wenn ich nicht Erlebnisse mit Gott gemacht hätte, die mich so sehr überzeugt haben, dass Gott kein Konstrukt ist. Für mich hat die Sache mit Gott nichtmal was mit Religion zu tun. Religion lehne ich ab. Aber eine Beziehung mit und Lebendigkeit und Freude und Sattheit durch Jesus – da steh ich voll drauf. – Es gibt auch viele Leute, die gar keine großartige Hilfe von anderen nötig haben, die ein unproblematisches Leben führen – aber auch ihre Erfüllung in Jesus finden. Und du hast Recht, Menschen, die gar keine Hilfe mehr finden, auch nicht durch andere Menschen, die können Hilfe bei Jesus finden. Wenn ich das miterlebe, bin ich immer voller Staunen und Freude. Sei ganz lieb gegrüßt – wie steht es mit dem Wetter im Süden? Falls Sonne da ist, schick mal was rüber!

      1. Liebe Bettina,

        das Wetter ist auf jeden Fall hier im Süden eisig & windig. So viel schlechter wird es bei euch da oben auch nicht sein. Aber der Frühling kommt unaufhaltsam! Liebe Grüße 🙂

  2. Liebe Bettina,

    auch mein Gottes-Bild war einst das eines Strafenden … das ist lange her. Heute glaube ich, die Erde ist ein vergleichsweise junger Planet, und wir Menschen stecken noch ziemlich am Anfang unserer Entwicklung vom Raubtier hin zu geistigen Wesen. Mein Gott ist heute die allumfassende Kraft in und um uns allen, eine Kraft, die auch die sogenannten Naturgesetze nicht aufheben kann. Alles braucht seine Zeit, wie mühselig das sein kann, erfahre ich bis heute noch täglich. Mein Gott, meine höhere Macht meint es gut mit mir. Auch, wenn ich öfter mal mit ihr hadere, was dieses oder jenes nun schon wieder soll … auch ich bin Teil der Evolution.

    Jesus – war ein Aufrechter …

    L.G. & Danke.

    1. Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Die letzten Tage waren etwas überfordernd voll… Jetzt auch nur kurz… weil es gleich weiter geht. Ich freue mich, dass du Gott auch als gut und wohlmeinend erlebst und denkst. Mir ist das evolutionistische Denken allerdings ein unbarmherziges. Nicht wegen irgendeiner Schöpfungsstreitfrage. Das finde ich nicht so wichtig. Sondern weil ich es unbarmherzig finde, ein „der Stärkere“ oder „Weiterentwicklete“ kommt weiter… gewinnt… lebt weiter usw zu denken. Das missfällt mir auch am Buddhismus und an allen reinkarnatorischen Ansätzen. Da finde ich Jesu „Menschenbild“ einfach wunderbar: ALLE dürfen kommen, alle sind geliebt. Eine Einladung an alle, egal, auf welchen Stand sie stehen. – Für mich ist Jesus Gottes Sohn – also Gott selbst (Dreeiner Gott – ein schwieriges Thema… ich glaube, es ist ja nicht wirklich zu verstehen mit menschlicher Auffassung). Meinst du da mit „Aufrechter“ was anderes? Und verstehe ich deine Aussage mit der Evolution vielleicht auch falsch? So – das war ein Schnellschuss 😉 Viele liebe Grüße ins Tal!

      1. ALLE dürfen kommen, ja. Aber es wollen nicht alle kommen, weil die Menschheit insgesamt noch nicht so weit ist – es ändert sich, aber sehr sehr langsam. Merke ich gerade wieder schmerzhaft bei mir selbst. Evolution und göttliche Liebe sind für mich kein Widerspruch.

        Einen guten Sonntag Abend dir!

  3. Vielen Dank für diesen Beitrag und das Video!

    …ja, Religion und Glaube, das sind für mich auch irgendwie zwei verschiedene Dinge. Ich bin doppelt geprägt…oder gemischt aufgewachsen…auf der einen Seite christlich/evangelisch, auf der anderen islamisch. Für mich ist Religion gleichbedeutend mit Kultur, irgendwie von außen gegeben, vorgegeben von der Umgebung, in der man lebt (bzw. auf die Welt kommt bzw. aufwächst bzw. sich einfindet…usw.).
    Der Glaube, der ist nochmal woanders. Mein Glaube ist in mir. Und nur da. Sehr privat, zwischen mir und Gott, und mir und Jesus Christus.
    (…ich bin (noch) nicht getauft.)
    LG:)

    1. Das ist bestimmt auch nochmal eine ganz andere Perspektive, aus der du schaust. Du kennst beide Religionen. Und das ja wahrscheinlich nicht nur mit angelerntem Wissen, Das finde ich spannend. Ich glaube, dass Jesus gekommen ist, um Religion abzuschaffen. Deshalb ist er auch so sehr mit den religiösen Leuten seiner Zeit aneinandergerasselt. Das, was er verkündet und vor allem auch gelebt hat, war für sie eine Bedrohung. Relgion übt Druck aus. Anstrengung. Angst. Der Mensch muss selber immer schauen, dass er Gott irgendwie gefallen kann. Was für ein Krampf. Und Jesus kommt und sagt: Gott liebt euch schon. Er wartet auf euch. Mit weit ausgebreiteten Armen. Und das, wo ihr es nicht schafft, nehme ich auf mich, weil ich Liebe bin. Dadurch ist eine intime Beziehung zum Vater und zu Jesus möglich. Keine Religion… sondern Liebesbeziehung. Kindschaft. So wunderbar einfach 🙂 Viele liebe Grüße, Farouk. Ich hoffe, du hast heute einen guten Tag.

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