IMG_20190409_123005© Bettina Peter

 

Wenn Lärm um mich herum mich treibt

vom Übermaß des Tuns zum Schluss nichts bleibt

Gefühle und Gedanken sich verkleben

Ein Netz aus Schwermut um mich weben

 

Wenn Sinn und Deutung nicht zu finden

Wenn Kraft und Zeit im Nichts verschwinden

Und meinen Weg ich nicht mehr sehe

Ich ziel und wahllos weitergehe

 

Dann rufst du mich, kommst mir entgegen

und führst mich fort von irren Wegen

Trägst mich zu einem Ruheort

Wiegst mich in deinen Armen dort

 

Ich ruhe jetzt an deinem Herzen

Wut, Angst und Trauer, alle Schmerzen

Sie lösen sich, werden entbunden

Von mir und sinken ein in deine Wunden

 

Wenn tröstend deine Arme sich um mich schließen

Löst meine Härte sich und Tränen fließen

Und wie ein winzig kleines Kind in Mutterarmen

Stillst du mich dann mit nie versiegendem Erbarmen

 

Ich zeig dir meine leeren Hände

mein leeres Herz und seine brüchigen Wände

Ich sprech es aus: ich habe nichts zu geben

Ich zeig es dir, mein leeres Leben

 

Du schaust mich an, ich höre dich in mein Leben singen

Geliebtes Kind, du musst nichts bringen

Genau mit deinen leeren Händen

Will ich dich lieben und dich senden

 

Den leeren Krug, den will ich füllen

den Durst nach Leben und den Hunger stillen

Dein leeres Flussbett werd ich fluten

Beleben deinen Geist mit Gutem

 

Das Samenkorn, das in die Erde fällt und stirbt

bist du, wenn meine Liebe um dich wirbt

Und du dich meinem Ruf ergibst

dich lieben lässt und wieder liebst

 

© Bettina Peter 01.05. 2019

5 Gedanken zu “Gestillte Leere

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