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Ich liebe Kaffee und trinke Unmengen von Tee. Ich finde Gretas Engagement und Fridays for Future super – und ich bin für den Schutz des ungeborenen Lebens. Ich halte beide Bewegungen für notwendig und unterstützenswert – während ich ebenfalls bei beiden Bewegungen seltsame, extreme Auswüchse wahrnehme, die ich nicht bejahe.  Ich halte mich für feministisch und habe mich trotzdem dafür entschieden, meine Kinder in den ersten drei Lebensjahren zuhause zu betreuen. Den Charismatikern bin ich zu liberal, und den progressiven Christen zu charismatisch. Evangelikale Christen halten meine Bibelauslegung für gottlos, weil ich die historischen Hintergründe berücksichtige, und Einzeltexte gerne durch die Mitte des Evangeliums (=Jesus) deute. Und Anhänger der historisch-kritischen Methode verstehen nicht, wie ich die Bibel so sehr wörtlich nehmen kann. Ich bin ein sehr politischer Mensch, könnte mich aber niemals einer politischen Partei zuordnen, ja mir fällt es bei jeder Wahl schwer, überhaupt ein Kreuzchen zu setzen. Ich höre gerne „Worthaus“ und ich höre gerne Predigten von Johannes Hartl.Und bin trotz dieser Tatsache nicht mit allem konform, was dort gesagt wird.

Scheinbar bin ich absolut schubladenuntauglich, werde aber von bestimmten Gruppierungen sehr gerne in eine Schublade gesteckt.

Und ich frage mich: können wir heute nur noch in festen Bahnen denken? Sind wir auf grobe Richtungen festgelegt? Ist in unserem geistigen und geistlichem Kleiderschrank nur eine einzige Farbe vorhanden? Warum folgen Menschen in ihren Meinungen Richtungen oder Gurus und müssen dann in allen Punkten linientreu sein?

Ich bin dieser Tage sehr geplättet von der Beobachtung, dass Menschen … und jetzt fällt es mir schwer das sauber zu formulieren… das ist der dritte Versuch darüber zu schreiben – ich habe es noch nicht ganz scharf…

Ich bin geplättet davon, dass Menschen sich scheinbar in zwei grobe Richtungen bewegen. Die einen in die eine und die anderen in die andere, und es scheint kein hin und her zu geben. Keine Brücken, über die man von der einen in die andere Richtung gelangt, je nach Thema, und dann wieder zurück. Und zwischen diesen groben Richtungen gibt kaum noch betretene Pfade – und ich meine hier nicht eine Mitte, sondern einfach ganz andere Möglichkeiten, in denen man denken und gehen könnte. Es wird so viel von Diversität gesprochen und soviel Konformität gelebt.

Um es nochmal an etwas Konkretem deutlich zu machen: Warum nicht die junge Frau Greta und die Schüler und ihr Engagement und ihre Leidenschaft und ihr berechtigtes Anliegen würdigen – und trotzdem auch wahrnehmen, dass Politik sich auch das zu ihren Gunsten zurechtlegen wird; trotzdem wahrnehmen, dass die Veränderungen, die daraus resultieren, zum größten Teil der kleine Mann tragen wird und nicht die Konzerne und die Reichen. Es ist nicht der Fehler der jungen Leute, es wird der Fehler der Mächtigen sein.

Und ein anderes Beispiel: wenn ich aus Predigten und geistlichen Impulsen eines bestimmten Pastores/Theologen usw. Positives für mich herausziehe und davon profitiere… kann ich nicht an anderer Stelle auch merken: hier gehe ich nicht mit. Hier finde ich es nicht mehr Jesus entsprechend. Und trotzdem dankbar sein für das Gute, das ich mitnehme.

Warum halten wir es so schlecht aus, wenn jemand in einer bestimmten Sache eine krass andere Meinung vertritt – und neigen dann dazu, die Person und ihr Denken pauschal einzuordnen und abzulehnen? Warum denken wir nur so eng? Und warum entsteht daraus so viel Schwarz-Weiß-Gefüge? Warum entstehen dann zwischen uns Mauern und Grenzen, die nicht nötig wären?

 

27 Gedanken zu “Hoffnungslos schubladenuntauglich

  1. Hi Bettina, hier muss ich einfach mal wieder kommentieren, da es mir in vielem ähnlich geht, ich allerdings auch niemand kritisieren möchte, da ich selbst noch oft in diesem Schubladendenken drin bin. Ich selbst kategorisiere die Menschen die ich kenne ebenfalls viel zu oft und irgendwie bin ich mittlerweile der Ansicht, es ist vielleicht sogar ein stück weit normal, da das menschlichte Gehirn die Menschen die man kennt sortieren möchte.

    Ob diese Sortierung allerdings korrekt ist, ist eine andere Frage, denn wenn man einen Menschen in eine Kategorie gepresst hat, ist es gar nicht mehr so einfach, den da in seinem Denken herauszubekommen.

    Guter Beitrag und liebe Grüße,
    Anna

    1. Ja – ich kenne das selber auch… merke dann aber auch, dass ich es mit der Zeit wieder auseinandergeknotet bekomme. Was mich so plättet, ist, dass ich momentan so wenig Differenzierung in den Richtungen wahrnehme. Ich frage mich, ob an dieser Beobachtung etwas dran ist – oder ob ich es gerade so stark wahnehme (habe ich schon wahrgenommen – aber eben nicht so krass) – oder ob es vielleicht durch die öffentlichen Meinungsportale 😉 so deutlich wird – und eigentlich auch schon früher da war. Oder ist es ein neuer Zeitgeist? In sich gespaltener Zeitgeist…

      1. Ich weiß gar nicht mehr genau, ob ich selbst schon einmal einen Blogbeitrag darüber schrieb, oder es nur ein kurzer Social Media Beitrag war, aber ich hielt auch schon mal fest, dass es sich durch die gesamte Gesellschaft zieht und es natürlich über die sozialen Netzwerke verstärkt wird, da Meinungen so sehr einfach gestreut werden können und vieles gar nicht mehr, oder nur mit sehr viel Aufwand, nachprüfbar ist.
        Auch überlege ich, dass die heutigen Menschen (auch wir) mit vielen Meinungen, Ansichten etc in der Luft hängen und nicht wissen, was wir davon halten sollen, also sucht man sich eine Gruppe, die eine Meinung vertritt an der man sich festhalten kann und die einem auch plausibel erscheint. Und ganz automatisch ist man dann schon in irgendeiner politischen Ausrichtung oder christlichen Glaubensausrichtung für jemand anders drin.

      2. Ja – ich entdecke es auch in der gesamten Gesellschaft – und auch in der „christlichen Szene“. Vielleicht gibt es auch schon schlaue Deutungen dieser Situation in Wissenschaft und Journalismus. Habe davon aber noch nichts gelesen/entdeckt. Ich bin gespannt, ob ich darüber bald etwas lese – und ob das kind schon einen Namen hat. 😉

      3. Spannendes Thema – ich würde es benennen mit „Paradoxe Spannungen aushalten“. Weil paradoxe Wahrheiten in der Bibel ziemlich normal sind, wo eben A aber auch Nicht-A wahr ist. Jesus war Gott und Mensch, die Rettung ist nur aus Glauben aber ohne Werke wertlose, das Reich Gottes ist schon da aber noch am Kommen, etc.

        In der Psychologie wird von „self-serving bias“ gesprochen – es ist einfacher für uns, etwas zu glauben, wenn es dem entspricht, was wir eh schon glauben, oder zumdindest daran anknüpft. Das fängt schon bei der Wahrnehmung an: ich kann ein Objekt nur als Objekt erkennen und benennen, weil ich schon viele ähnliche solche Objekte gesehen habe (Gestalttheorie) – d.h. Dinge, die komplett außerhalb meiner Weltanschauung sind, werde evt. sogar übersehen. Jemand, der nicht an eine übernatürliche Welt glaubt, weil er noch nie etwas davon gehört hat, wird Wunder auch nicht als Wunder sehen. Darum ist es so anstrengend, etwas komplett umzulernen: weil dann der Verstand und das Gefühl ihre Tendenz, Dinge schnell zu bewerten, nochmal überarbeitet. Z.B. wenn man in eine andere Kultur kommt und dort die Dinge anders funktionieren (-> Kulturschock).

        Und ich denke, an dem Punkt unterscheiden sich dann die Lebenshaltungen. Die einen, die einfach nur ein gemächliches Leben möchten und gar nichts neues wollen – es funktioniert ja auch irgendwie; und die anderen, die lebenslang neugierig bleiben und bereit sind, den Preis der Veränderung zu zahlen. Und selbst da gibt es Grautöne, ich vermute dass ich in verschiedenen Lebensbereichen auch unterschiedlich stark lernbereit bin.

        Macht das Sinn für euch? Für mich ist das genau das Thema, über das ihr redet, nur in verschiedene Bereiche übertragen.

        Ach ja, bei Journalismus reden sie übrigens von der „Filter-Blase“, dass Google/Facebook dadurch, dass sie KI-basiert dazulernen, was wir hören wollen / mögen, noch mehr von dem hören, was wir eh schon glauben.

        Und gesellschaftlich finde ich spannend, dass ich nur bestimmten Gesellschaftschichten überhaupt begegne, und es andere Subkulturen gibt, von denen ich keine Ahnung habe – die Medienwissenschaften reden hier vom „Rückzug ins Private“, dass der öffentliche Raum immer weniger öffentlich wird weil jeder in seiner Welt bleibt, selbst wenn er draußen ist (weniger Gespräche mit Fremden etc.)

      4. Ja – Vieles von dem, was du schreibst, wird zutreffen. Wahrscheinlich ist es nichtmals nur Bequemlichkeit. Wahrscheinlich wird es viele unterschiedliche Faktoren geben, die beim Einzelnen in Frage kommen und unterschiedlich zusammenwirken. Danke für ein paar mögliche Namensgebungen 🙂

  2. Moin! Schubladen haben manchmal den Vorteil nicht alles und zu jeder Zeit neu sortieren zu müssen. Ich glaube wir würden unser Gehirn hoffnungslos überfordern. Und gleichzeitig besteht die Herausforderung darin flexibel genug für neue Schubladen und neue Wege zu bleiben. Bei uns in der Lebensgemeinschaft kommen wir aus unterschiedlichen Kirchen und aus wahrlich unterschiedlichen Glaubenshintergründen und trotzdem funktioniert es, weil wir Jesus nachfolgen wollen im praktischen Vollzug.
    Mir sind zu deinen Zeilen noch Worte von Bill Hybels aus seinem Buch „Aufbruch zur Stille“ eingefallen:
    „Wahrhaftes Christsein besteht nicht daraus, sich eine Menge Lehre anzueignen und dann mit Leuten, die alle in dieselbe Richtung marschieren, in Gleichschritt zu fallen.
    Es geht darum, einen Weg zu gehen – auf übernatürliche Weise mit einem lebendigen, dynamischen, sich mitteilenden Gott einen Weg zu gehen. Folglich ist der Kern des christlichen Lebens der, Gottes Stimme zu hören und den Mut zu entwickeln, das zu tun, was er uns sagt.
    Wahrhafte Christen sind Leute, die sich von anderen abheben, auch von anderen Christen, als ob sie einem anderen Rhythmus folgen würden. Ihr Charakter scheint stärker, ihre Ideen spritziger, ihr Geist weicher, ihr Mut grösser, ihre Leiterschaft entschlossener, ihre Interessen weitreichender, ihr Erbarmen echter, ihre Überzeugungen klarer. Sie sind trotz schwieriger Umstände freudig und zeigen Weisheit, die über ihr Alter hinausgeht.
    Wahrhafte Christen sind voller Überraschungen. Wenn man denkt, man hat sie schön in eine Schublade gesteckt, erweisen sie sich als nicht voraussagbar. Wenn man um sie ist, fühlt man sich immer ein klein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht, da man nicht weiss, was einen als nächstes erwartet. Mit der Zeit merkt man aber, dass man ihren unerwarteten Ideen und Handlungen vertrauen kann.“

    1. Ja, das stimmt. Ständig alles zu überdenken ist schwierig. Im Gespräch/der Diskussion mit anderen wäre es aber schön, wenn sich die mühe gemacht wird – und manchmal ist vielleicht dann auch schweigen besser, wenn das gerade nicht geht 😉 Toll, dass euch das in der Gemeinschaft gelingt. Ich nehme an, dass das noch einmal ein gewaltiger Unterschied ist zu den Begegnungsebenen, die man sonst hat.

      1. DerUmgang ist schon anders, als ich es bisher erlebt habe. Aber es klappt natürlich nicht in allen Belangen. Wir sind da immer wieder auf das Eingreifen Jesu und seine verändernde Kraft in unserem Leben angewiesen.

      2. Ich meinte das sogar anders: dass ich es in einer Lebensgemeinschaft für noch schwieriger halte, auch wenn sie christlich ist. Weil es ja noch enger ist, man mehr vom anderen mitbekommt. Die Schwächen, ob sich das Gesagte mit dem Leben deckt usw. Von daher: Hut ab, dass es bei euch (wenn auch nicht immer) doch gelingt.

  3. Du hast sehr Recht mit dem, was Du schreibst und ich erkenne vieles von meinen Gedanken darin wieder.
    Ich glaube, das mit dem Schubladen-Denken (und vielfach leider auch Handeln danach ausrichten) hat in erster Linie mit: Bequemlichkeit zu tun. Es ist „komfortabler“ und „schneller“, wenn man einen komplexen Sachverhalt (und all die Themen, über die Du hier schreibst (inkl. Greta), sind komplexe Themen, die viele Facetten der Betrachtung erfordern, um sie zu verstehen) in ein grobes Raster einteilt und bestimmten Kategorien zuordnet.

    Und weil es irgendwie schick ist, bilden wir uns dann auch eine Meinung darüber und geben unsere Bewertung ab. Schick ist daran, dass wir einen „Standpunkt vertreten“. Damit demonstrieren wir Stärke, Eindeutigkeit und Selbstsicherheit. „Toller Typ, der weiß, was er will!“

    Mir fällt das immer wieder auf, je mehr ein Mensch in Schubladen denkt und spricht, umso mehr dominant und sicher scheint sein Auftreten – vermeintlich.
    Wenn du jedoch nach deiner Meinung gefragt wirst und erstmal weit ausholst und beginnst, die verschiedenen Perspektiven aufzudröseln und so weiter, dann hört dir schnell keiner mehr zu und du giltst als umständlich und vielleicht sogar wankelmütig. „Du kommst nicht auf den Punkt“ oder „du hast keinen klaren Standpunkt“.

    Was natürlich nicht der Fall ist. Allein die Tatsache (meiner Ansicht nach), dass viele Themen einfach keinen Stand-PUNKT ermöglichen oder erfordern, sondern vielleicht eine Stand-FLÄCHE (und selbst das wäre zu sehr zwei-dimensional), weil sie eben komplex sind und so viele verschiedene Aspekte beinhalten usw., zeigt vielleicht, was ich meine.Bestes Beispiel ist hier tatsächlich unser Klima und sein Wandel und die Politik und die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und menschlichen Interessen und Bedürfnisse, Hoffnungen und empfundene Hoffnungslosigkeit etwas daran zu ändern und und und – all das, viel zu unbequem.

    Also lieber Schublade auf, rein damit und wieder zu. Weitermachen.

    Ach Bettina 🙂 Was soll ich sagen…ich liebe auch Kaffee. 🙂

    Danke nochmal für Deinen tollen Beitrag, der so sehr zum Nachdenken anstößt.

    LG Farouk

      1. …auf jeden Fall musst Du darüber noch einmal genauer nachdenken und die verschiedenen Motive, solch einen Samsonite (mit 14 Jahren!!??!!) zur Schule zu tragen, gegeneinander abwägen. 😉 ….das wird wohl ein laaanges Gespräch, wir brauchen viel Kaffee!! 😆😁

  4. Danke, Du schreibst mir aus der Seele. Die Herausforderung liegt mehr denn je in der Differenzierung und der Unterscheidung der Geister. Doch für beides ist die „Pistolenkommunikation“ von Meinungen und Gefühlen via Social Media, Twitter und Hashtags nicht gerade förderlich. Und gilt leider innerhalb christlicher Gruppen und Kirchen genau so wie ausserhalb. Wie kann ich mich zum Beispiel heute noch ernsthaft für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetzen, ohne in die extrem rechte Ecke geschoben zu werden und Leute wie DT wählen zu müssen, und ohne mich gleichzeitig von der Linken bespucken und hasserfüllt mit Steinen bewerfen zu lassen?
    Doch entspricht das nicht letztlich genau der Situation von Jesus von Nazareth vor 2000 Jahren? Seine Position war klar, aber seine Zuwendung galt allen, auch denen die seine Position erst einmal nicht geteilt haben. Und er hat sich damit der ganzen Gewalt der Menschheit ausgesetzt, auch der Gewalt derer, die eigentlich seine Fans waren, aber nicht verstehen konnten, warum er auch mit anderen zu Tische sitzt.
    Viel Mut bei der Nachfolge… einer Entscheidung die immer auch Mut und Kraft kostet und daher immer mal wieder von Neuem getroffen werden muss.
    In betender Verbundenheit
    Beat

  5. Meine Theorie ist ja, dass es den Allermeisten so geht. Wir sind alle differenzierter, als wir selbst glauben. Viele haben das Gefühl in keine Schublade zu passen. Aber differenziert kann man schlecht in 160-Zeichen-Posts kommunizieren. Selbst in einem Gespräch ist das schwierig. „Einerseits denke ich, aber ich finde man sollte auch beachten und einschränken würde ich noch …“ Das kriege ich schon in meinem Kopf kaum hin, geschweige denn ausformuliert in Diskussionen. Stattdessen brüllen die Wenigen, die provozieren wollen oder aus irgendwelchen Gründen ihre einseitige Meinung haben, die man schnell und laut abfeuern kann. Schön wäre, wir nähmen uns Zeit, differenzierte Meinungen zu erklären und uns zu Ende anzuhören. Ich glaube, wir können darauf vertrauen, dass viele ihre Schubladen auch neu sortieren würden. Danke für deinen Post – finde ich hilfreich!

    1. Mich freut es, dich hier zu lesen, Anja 🙂 Danke für deine Gedanken. Ja, wir taugen alle nicht für Schubladen. Mit mehr Platz zum Denken und Bewegen geht es uns besser. Und meine Gedanken bezogen sich tatsächlich auf postings in sozialen Netzwerken… Es war wohl schon immer ähnlich – trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich neuerdings ein verschärftes Klima einschleicht. Und Meinungen zu Einzelthemen leicht dazu führen, dass Menschen eingeordnet werden. Manchmal wäre es spannend, die gleiche Diskussion in einer gemütlichen Runde zu führen. Auch da können seltsame Dynamiken passieren – aber wahrscheinlich nicht so schnell und nicht so oft.

  6. Liebe Bettina, mit deinem „Schubladen-Beitrag“ sprichst du mir aus dem Herzen. Mir bereitet es Sorgen, dass in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur immer mehr polarisiert wird und wir Menschen Mühe haben, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die Toleranz ist kleiner geworden, Kompromisse zu finden schwieriger. Ich glaube, dass extreme Meinungen, Reaktionen, Entscheidungen etc. zu krass entgegengesetzten Meinungen, Reaktionen und Entscheidungen führen. Auf Jesus und unser Herz zu hören, hilft uns allen, daran richte ich mich auf. Liebe Grüsse, Elisa

    1. Liebe Elisa, danke für deine Gedanken. Es tut einerseits gut zu merken, dass andere das ähnlich empfinden. Andererseits zeigt es, dass sich da tatsächlich eine Entwicklung abzeichnet, die nicht gut ist. Ja – auf Jesus und unser Herz hören – danke dass du es so auf den Punkt bringst. Viele liebe Grüße, Bettina

    2. Ja, mir geht es genau wie Elisa.
      Aber ich stimme auch den vor-kommentatoren zu. Schubladen vereinfachen das Leben und entlasten das Hirn.
      Ich hab mich ganz gut in meiner Schublade eingerichtet, es ist noch ne Menge Platz neben all meinen Widersprüchen, warum gesellst du dich nicht dazu?

      off-topic:
      ich finde die hellblauen Textfelder mit der hellgrauen Schrift miserabel zum Lesen. Kannst du vielleicht irgendwas in den Einstellungen ändern, damit ich nicht immer das Kommentarfeld markieren muss, um überhaupt was lesen zu können? Ja, stimmt, manchmal mag ich krasses schwarz-weiß — es ist zumindest lesbar 😀

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