IMG_20200311_121033© Bettina Peter
Dankbar.Thankful. Reconnaissant.
Mir gefallen das englische und das französische Wort für Dankbarkeit. Würden wir beide Wörter sehr genau zurück übersetzen, kämen etwa folgende Wörter heraus:
Englisch: Dankvoll – voller Dank
Französisch: Wiedererkennen – wieder neu wissen/verstehen
Das hat was. Ich bin voller Dank, weil ich etwas wieder/neu erkenne und weiß.
Und das stimmt. Um dankbar zu sein  – muss ich oft genau hinschauen – innehalten – und den Wert von etwas oder das Gute in einer Situation wieder/neu erkennen. Und dann bin ich voller Dank.
Dankbarkeitsforscher haben herausgefunden, dass Menschen, die sich regelmäßig in Dankbarkeit üben, damit ihre psychische und physische Gesundheit positiv beeinflussen können. Wenn Dankbarkeitsübungen länger als vier Wochen getan und beibehalten wurden, zeigten sich deutliche Verbesserungen sowohl im Wohlbefinden, als auch in den sozialen Kontakten und den beruflichen und persönlichen Erfolgen der Probanden. Dabei ist Dankbarkeit mehr als positives Denken. Während positives Denken sich auf die Zukunft richtet, und meist um das individuelle Wohlergehen und den Erfolg  Menschen gerichtet ist, ist Dankbarkeit eine Rückschau auf das, was mir an Gutem durch andere Menschen, Umstände oder Ereignisse passiert ist.
Unsere Tage sind gerade angefüllt mit schlechten Nachrichten. Es verbreiten sich Angst und Panik, und auch Egoismus. Es gibt aber auch viel Grund zur Dankbarkeit. Menschen versuchen einander und vor allem älteren und gefährdeten Menschen zu helfen. Der Wert von Gemeinschaft und Familie wird uns wieder neu bewusst. Manch einer denkt nach über das, was wirklich zählt. Gute Gründe dafür, dankbar zu sein.
Ich werde in den Zeiten von Corona bewusst auf das achten, was mich dankbar macht. Und einmal die Woche darüber berichten. Vielleicht hast du Lust mitzumachen? Dann schreibe auf, wofür du dankbar bist. Gerne in den Kommentaren oder als eigenen blogpost (der auch gerne als link hier angehängt werden darf). Ich freu mich drauf und danke dir 🙂
Und hier geht es los bei mir:

Die Dankbarkeit in den Zeiten von Corona #1

Ich bin so dankbar, dass ich meine lieben Freunde N&M noch in der letzten Woche trauen durfte  –  und wir noch unbesorgt mit einer großen Hochzeitsgesellschaft feiern konnten. Es war ein wunderbares Fest – und das Brautpaar so schön und strahlend. Diese Rose war ein kleines Detail der Hochzeitstorte:
IMG_20200307_125839©Bettina Peter

Ich bin so dankbar, dass mein Ehemann und ich noch ein wegweisendes Seminar mitnehmen konnten, bevor überhaupt über die jetzigen  Einschränkungen nachgedacht wurde. Wir haben so viel gelernt und neu verstanden. Und so viel gehört und empfangen. Und ich liiiiebe den Lobpreis dort. Es ist der schönste, an dem ich je live teilgenommen habe. Auf der Rückfahrt haben wir in Augsburg einen Zwischenstopp gemacht und dort übernachtet. Hier ein paar Bilder von einem abendlichen Stadtbummel:

©B.Peter

Ich bin so dankbar, dass ich noch einmal saunen konnte. Letzten Dienstag – und während ich so in der heißen Sauna mit dem herrlich großen Fenster saß und in die regnerische Landschaft schaute, hatte ich schon den Gedanken, dass es vorerst der letzte Saunagang gewesen sein könnte. So habe ich schon am Dienstag sehr bewusst und dankbar geschwitzt.

Ich bin dankbar für jeden Sonnenstrahl. Hier hat es in den Wintermonaten sehr oft und sehr stark geregnet. Viele Wiesen sind jetzt noch überschwemmt. Aber in den letzten Tagen gab es Sonne – das tat sooo gut.

©Bettina Peter

Ich bin dankbar für meine wasserdichten Outdoorschuhe, die schon sieben lange und lauffreudige Jahre gehalten haben. Obwohl ich täglich mit ihnen unterwegs bin, leisten sie mir immer noch gute Dienste. So wie gestern, als ich am Strand ein Photo machen wollte und es nach ca. eine Minute festem Stand plötzlich etwa 10 cm nach unten ging… 😉

IMG_20200315_151944©Bettina Peter

Ich bin dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem es gute medizinische Versorgung gibt. Und dass trotz aller Widrigkeiten, die uns jetzt begegnen, wir doch gut versorgt sind mit allem, was wir brauchen: wir sind reich an Lebensmitteln, Medizin, Spielen, Podcasts, Lernmitteln per Internet, Skype, Telefon, fließend Wasser, Wärme und Gründen zum Lachen und zur Dankbarkeit.

Ich bin dankbar, dass wir leckeres Essen haben. Obwohl wir nicht gehamstert haben und teilweise vor vielen leeren Regalen standen… Und es gab bei uns nicht einmal Nudeln…sondern Bratkartoffeln mit Erbsen und vegetarischen Schnitzel, Reibekuchen mit Apfelmus, Gemüseauflauf und heute Gemüsesuppe. Lecker! 🙂

Ich bin dankbar, dass ich in dieser Zeit weiß, dass ich nicht alleine bin. Dass Gott an meiner Seite ist. Einige Menschen um mich herum meinen, dass ich zur Risikogruppe gehöre. Aber ich weiß, dass ich zur Gruppe der geliebten Kinder Gottes gehöre. Dass der Vater im Himmel mein Versorger ist, und ich keinen Mangel fürchten muss. Dass Jesus mein bester Freund, auch mein Retter und mein Arzt ist, und dass er jederzeit an meiner Seite steht. Dass der Heilige Geist mein Tröster und Lehrer ist, mit dem ich über alles reden und von dem ich mir die neuesten Infos holen darf. Darauf setze ich mein Vetrauen und deshalb fürchte mich nicht.

IMG_20200315_165340© Bettina Peter
Wofür bist du dankbar?

23 Gedanken zu “Dankbar in den Zeiten von Corona #1

  1. Liebe Bettina,
    ich bin dankbar für eine kreative Gemeinde, die gerade mit vielen Mitteln versucht, auf andere Art in Kontakt zu sein. Keiner soll sich einsam und abgehängt fühlen. Das tut gut.
    ich bin dankbar für meine Familie, mit der ich jetzt im Homeoffice CoWorking veranstalte!

    Übrigens: Man kann die Kommentare schlecht lesen, weil graue Schrift auf hellblauem Hintergrund erscheint. Kannst Du das ändern?

    Bleib bewahrt und gesund,
    Christiane

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    1. Liebe Christiane, daaanke für deine dankbaren Zeilen!
      Ja – das mit den Kommentaren ist ein Problem – das ich aber nicht geändert bekomme. Ich müsste dafür die Theme-Seite wechseln, was dann wieder alles verändern würde… Falls jemand ne gute Idee hat, wie es anders geht, immer her damit! Liebe Grüße zu euch daheim ins homeoffice! 🙂

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      1. So – ich habe mal die Rahmenfarbe geändert – und nun ist die Schrift lesbar. Bin noch nicht so ganz sicher, ob mir die Farbe zusagt. Vielleicht mache ich ab und zu einen Tapetenwechsel… 🙂

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  2. stell dir vor, du und dein partner, ihr bekämt nur eine aufwandsentschädigung von 450€ für die „pastorale arbeit“ oder ihr müsstet komplett ehrenamtlich tätig sein, oder ihr müsstet gar von sozialhilfe leben. wärst du dann auch so dankbar- für alles?

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  3. Liebe Bettina, es ist ja schon etwas her, dass du deinen Beitrag über Dankbarkeit geschrieben hast, und ich hatte über Handy versucht zu antworten und >flutsch< war alles weg; jetzt sitze ich entspannter mit dem "Läppi" und versuch´s einfach nochmal :-). – Ich finde deinen Beitrag wundervoll ermutigend und liebe vor allem immer wieder die "humorigen" Einflüsse, denn Freude zu empfinden ist eine große Kraftquelle und eng verbunden mit Dankbarkeit. Ich bin dankbar, dass es euch tolle vierköpfige Pastorenfamilie gibt :-); ihr seid einfach ganz wundervoll!!! Und ich bin dankbar für alles, was in meinem ganzen bisherigen Leben war, trotz (oder gerade wegen?) eines eher harten Lebensweges, denn die Vergangenheit hat aus mir den Menschen gemacht, der ich heute bin; das hat vor allem sehr viel mit Aussöhnen und Vergebung zu tun, und ich bin sooo dankbar, dass ich mich nach so viel Elend vor fast 10 Jahren endlich von unserem himmlischen Jagdhund, Jesus Christus, habe finden lassen, denn es geht nur mit IHM und SEINER Liebe, die wir durch uns fließen lassen. Ich bin dankbar, für alles, was ist, denn gerade in der gegenwärtigen Corona-Virus-Krise ist es (global gesehen) wohl alles andere als selbstverständlich, dass kostbares Trinkwasser aus unseren Leitungen kommt, dass wir Wohnungen und Heizungen haben und unsere Kühl- und Vorratsschränke gefüllt sind, dass wir einander haben und nach Lust und Laune miteinander kommunizieren können. Unsere Anteilnahme und unsere Gebete sollten weiterhin den Ärmsten der Armen gelten, wem sonst? Und im vollkommenen Vertrauen auf Jesus Christus bin ich dankbar für alles, was da noch kommt, und nehme es "zum vollen Preis", was mir auch unlängst mein Fahrradsturz am 10. März gezeigt hat; trotz einer Vielzahl kleinerer Verletzungen und dem Bruch eines Kniegelenks (ich konnte einige Tage nicht richtig essen und schlafen), konnte/kann ich das Geschehnis vertrauensvoll annehmen und akzeptieren und Dankbarkeit darüber empfinden, dass es bei allen momentan dadurch vorhandenen Einschränkungen dennoch ziemlich glimpflich abgelaufen ist, und ich bin dankbar dafür, fähig zu sein, sehen zu können, was ich trotz dieser aktuellen Hindernisse noch alles machen kann, anstatt meinen Fokus darauf zu richten, was ich gerade alles nicht kann :-). Das Wichtigste: dieses "Fähigdazusein" ist kein eigener Verdienst, sondern geschieht allein durch die Gnade von Jesus Christus; und ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich das, was ich schreibe auch genauso fühle.

    Innig-herzliche und lichtvolle Grüße von Malies

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Marlies – ich wollte schon längst antworten – das homeschooling und noch viel mehr nimmt die Zeit gerade so dolle ein. Daaanke für deinen Dankesbeitrag. Und die lieben Worte und Grüße. Ich hoffe, du kannst wieder schlafen? Und bete, dass du ganz schnell heilst am Knie und den anderen Verletzungsorten. Ja – ich glaube, viele von uns lernen gerade sehr dankbar zu sein für die kleinen Dinge, die uns sonst so selbverständlich sind. Ich schreib dir nachher nochmal eine mail. Ganz liebe Grüße, Bettina

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