Tief empfundene Dankbarkeit hat ihren Ursprung in Vertrauen. Wieder einmal ist es ein Vers aus einem Lied von David, der dies ausdrückt:

Psalm 28,7: „Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher jubelt mein Herz, und ich will ihm danken mit meinem Lied.“

Was für eine starke Formulierung. Auf ihn hat mein Herz vertraut. David ist ein Experte darin, von Herzen auf Gott zu vertrauen. In einer Situation, in der der Verstand sagt: „Flieh – aber schnell!“, geht David mutig in den Kampf mit Goliath, weil er vertraut, dass er mit Gott an seiner Seite den übermächtigen Riesen besiegen wird. Nachdem David heimlich zum König gesalbt wurde, und danach jahrelang als Diener und letztlich als Gejagter von König Saul leben muss, hätte sein Verstand sagen können: „Nimm das jetzt in die eigene Hand. Kämpfe für dein Recht.“ Doch selbst als David mit gezücktem Schwert auf den schlafenden Saul in der Höhle herabschaut, sticht er nicht zu, sondern schneidet lediglich ein Stück Stoff aus Sauls Gewand heraus. David vertraut, dass Gott ihn schützt. Er vertraut, dass Gott sein Wort hält, und er eines Tages König von Israel sein wird. Und David erlebt das, worauf er vertraut. Und er dankt Gott in unzähligen, kunstvollen Versen und Liedern. Noch in den gefährlichen Situationen – und danach.

Echter Dank entspringt dem Vertrauen, dass Gott es gut mit mir meint und seine Versprechen einlöst. Ein Vertrauen, an dem wir festhalten dürfen, auch in Situationen, die so aussehen, als würden alle unsere Hoffnungen trügen. In diesen stürmischen Zeiten lädt Gott uns ein, ihm zu vertrauen. Vielleicht können wir es auch erst in solchen Situationen üben, denn in sicheren Zeiten brauchen wir dieses Vertrauen ja gar nicht. Und wenn wir erfahren, wie gut Gott ist, und wie er uns beschenkt, dann sprudelt unser Herz voller Dankbarkeit über.

Wofür bist du in dieser Woche dankbar? Gab es vielleicht einen Zusammenhang mit einer tief empfundenen Dankbarkeit und Vertrauen? Klinke dich gerne ein, und berichte in den Kommentaren oder mit einem link zu einem eigenen Artikel. Ich fange derweil schon einmal an:

Für mich gab es gleich zwei Verlinkungen in der letzten Woche zwischen Vertrauen und Dankbarkeit. Und es ist schon spannend, dass mein Vertrauen auch erst einmal herausgelockt wurde, gerade weil es Schwierigkeiten gab.

  • Ich bin dankbar für eine neue Lösung mit einem gesundheitlichen Problem. Die Kosten für die chiropraktische Behandlung meiner Migräne spare ich mir von nun an. Es wäre auch finanziell nicht mehr möglich gewesen. So habe ich zu Gott gesagt: du bist mein Arzt und mein Versorger. Ich kann weder 3-4 Tage pro Woche mit einer dicken, fetten Aura-Migräne rumlaufen (können wohl schon, wollen definitiv nicht), noch können wir weiterhin die Arztkosten tragen. Bitte schenke eine Lösung. Es dauerte nicht sehr lange, und mir fiel auf youtube (ich hatte nicht danach gesucht) ein Video auf. Da ging es um Schlafpositionen und unter anderem um Migräne. Außerdem wurden Begriffe erwähnt, die mich auf die Idee brachten, dass hier die Lösung für mein Problem liegen könnte. Ich probiere ja gerne Neues aus (wenn es sinnvoll erscheint), und so habe ich die kommenden Nächte strikt auf dem Rücken verbracht, anstatt auf der Seite zu liegen. Puh – das war schwer und teilweise qualvoll. Ich habe eine Woche hinter mir, in der ich vier Nächte nur 1-3h Schlaf bekam, dann wurde es schrittweise besser – so ganz im optimalen Schlafdauer-Bereich bin ich immer noch nicht. Das Tolle ist: trotz des Schlafmangels habe ich keine Migräne. Bis auf den einen Tag, wo ich nicht widerstehen konnte, mich in der Nacht mal eben kurz auf die Seite zu legen: prompt hatte ich Migräne. Es ist wohl eine Lösung gefunden. Und ich bin Gott dankbar, dass er so prompt geantwortet hat.
  • Ich bin so dankbar für die Hilfe von Barbara 🙂 Dass unser jüngster Sohn sehr stark von Legasthenie betroffen ist, hatte ich bereits einmal erwähnt. Seine inzwischen 70jährige bisherige Lerntherapeutin, die auch ganz ungewöhnliche Wege ging, ist letzten Sommer in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Wir suchten nach einer neuen Therapeutin und es gab auch eine, die uns sehr gefiel. Leider haben wir realisieren müssen, dass wir die Kosten für die Therapie aber beim besten Willen nicht stemmen können. Und so habe ich das Problem wieder demjenigen vorgelegt, dem ich vertrauen kann – in allen Dingen. Er brachte mir Barbara in Erinnerung, von der ich mal gehört hatte (oder gelesen?) dass sie Lerntherapie für Legastheniker macht. Und ich habe sie ganz vorsichtig gefragt, ob sie mir Tipps für das eigene Arbeiten zuhause geben kann. Was soll ich sagen… Barbara war sofort bereit, mir Tipps zu geben und bot ein Telefonat an. Und nun habe ich ganz wunderbare Lernhilfen zu erproben, und bin reich beschenkt mit Auskünften und Insiderwissen zu unserem Thema. Außerdem war es total nett, mit Barbara zu schnacken 🙂 Wusstest du, dass Barbara außerdem auch die Autorin des wunderbaren und tiefen mutterherzblog ist? Ich lese jeden Artikel dort – es lohnt sich.
  • Ich bin dankbar für einen Oster-Picknick-Familien-Gottedienst am Strand. Normalerweise wären wir aus dienstlichen Gründen am Ostermorgen niemals am Strand gewesen. Es war also ein einzigartiges Erlebnis. Lecker, menschenleer, wunderschön und voller Osterfreude.

     

  • Ich bin dankbar für einen gemütlichen Osternachmittag im Garten, mit Osterstuten, Ostereiersuche und viel Sonne.
  • Ich bin dankbar für die Farben dieses Frühlings. Sie sind sooo intensiv. Die Photos sind nicht bearbeitet. Und die Motive sehen in der Natur fast noch tiefer farbig aus. Liegt es daran, dass so wenig Flugzeuge und Autos unterwegs sind?
  • Ich bin dankbar, dass Ostern mehr bedeutet, als nur Eiersuche, Leckereien und Frühlingsfarben. Jesus, meine Hoffnung, lebt! Was für ein wunderbarer Gott, der sein Leben gibt für die, die er liebt. Was für ein wunderbarer Gott, den der Tod nicht halten kann. Jesus, das Leben und die Liebe selbst,  ist wahrhaftig auferstanden. 

alle Fotos: ©B. Peter/rausausderaffenfalle

 

 

4 Gedanken zu “Dankbar in Zeiten von Corona #5

  1. Dankbar für so vieles, was nach meinem Empfinden (!) in der Aufzählung hier den Kommentarrahmen (?) sprengen würde :-), aber…: dankbar bin ich, deinen Blog betreffend, für die Beschreibung deiner persönlichen Migräneerfahrungen in Bezug auf die Schlafposition. Von Migräne bin ich Gottseidank (!!!) verschont, doch durch meine Knieverletzung und dem lästigen, doch hilfreichen Tragen einer Orthese bin auch ich vom Seiten- zum Rückenschläfer avanciert und teile diesbezüglich durchaus die dadurch bedingten Erfahrungen der Schlafstörungsphasen von denen du geschrieben hast und möchte alle, die vielleicht ähnliche Erfahrungen machen, ermutigen, durchzuhalten, da es täglich besser und letztendlich zur Selbstverständlichkeit wird und sich erholsamer Schlaf einstellen wird. Ich finde es interessant, dass wir ziemlich zeitgleich ähnliche Erfahrungen machen und als Ursache der Schlafpositionsänderungen körperliche Beeinträchtigungen (Erkrankungen) gemeinsam haben, die dennoch sehr unterschiedlich sind. Ich freue mich sehr über die erneute Bewusstwerdung, dass wir, so unterschiedlich und einzigartig wie uns Gott geschaffen hat, auch immer wieder entdecken können, vielleicht mehr gemeinsam zu haben als wir denken, was ja auch in vielen Beiträgen anderer Blogs zum Ausdruck kommt. In diesem Sinne danke ich allen SchreiberInnen und Schreibern dafür, dass ihr eure persönlichen Erfahrungen zur Verfügung stellt, damit sie auch anderen Menschen zum Wohlergehen gereichen. DANKE!!! – Hiob 42,10: Und Gott gab Hiobs Schicksal eine neue Wendung, weil er Fürbitte für seine Freunde getan hatte, ja, ER schenkte ihm doppelt so viel, wie er vorher besessen hatte!

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    1. Liebe Marlies, das ist ja wirklich interessant, dass du das auch erlebst/erlebt hast. Noch ist es mühsam mit dem Rückenschlaf… und der Müdigkeit – aber ich halte durch 🙂 Danke für deine Ermutigung! Gott segne dich reich!

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  2. Ich bin dankbar für Bloggerinnen wie Dich, die das digitale Universum mit dem österlichen Geist der Hoffnung und der Dankbarkeit aufhellen. Es macht Freude, Deinen Beitrag zu lesen. God bless! 😊
    Österliche Grüsse aus der Schweiz

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